Was du am ersten Tag mit deinem Welpen beachten solltest und wie der Start gelingt.
Endlich ist es so weit: Dein Welpe kommt nach Hause. Dieser Tag ist aufregend — für dich und erst recht für deinen kleinen Hund. Für ihn bedeutet er einen radikalen Schnitt: alles Vertraute bleibt zurück, alles Neue wartet auf ihn. Wie du diesen Tag gestaltest, hat einen echten Einfluss darauf, wie schnell und sicher sich dein Welpe eingewöhnt.
Bevor du deinen Welpen abholst, sollte zuhause alles bereitstehen. Wer erst am Nachmittag der Abholung das Körbchen auspackt, schafft unnötigen Stress.
Informiere auch Mitbewohner oder Familie: Der erste Tag ist kein Besuchstag. Kein Auflauf von Freunden, kein lautes Willkommensfest. Ruhe ist jetzt das Wichtigste.
Für viele Welpen ist die Fahrt zu dir die erste längere Autofahrt überhaupt. Nimm jemanden mit, der den Welpen auf dem Schoß oder in einer Transportbox halten kann — du fährst, jemand anderes kümmert sich.
Wenn ihr zuhause ankommt, widerstehe dem Impuls, deinen Welpen sofort durch alle Zimmer zu tragen und alles zu zeigen. Weniger ist mehr.
Kinder in der Familie sollten vorab genau eingebrieft werden: kein Rennen, kein Schreien, kein Aufheben des Welpen ohne Erlaubnis.
Der erste Tag ist der erste Tag des Stubenreinheitstrainings — ob du es willst oder nicht. Was du jetzt einübst, prägt das Muster für die kommenden Wochen.
Wer von Anfang an konsequent nach draußen geht, erspart sich Wochen an Rückschlägen.
Dein Welpe schläft in diesen ersten Wochen bis zu 18 Stunden am Tag. Dieser Schlaf ist kein Luxus, sondern biologische Notwendigkeit — das Gehirn verarbeitet in dieser Zeit alle neuen Eindrücke.
Qualität der Erfahrungen zählt mehr als Quantität. Ein entspannter erster Tag ist mehr wert als zehn gestresste Stunden voller Eindrücke.
Die erste Nacht ist für die meisten Welpen — und Besitzer — die härteste. Dein Welpe schläft zum ersten Mal alleine, ohne Wurfgeschwister.
Option 1: Transportbox (Crate) Die Box bietet deinem Welpen ein sicheres Rückzugsnest. Sie sollte nie als Strafe genutzt werden, sondern als geschützter Ort. Stell sie in dein Schlafzimmer — zumindest in den ersten Nächten. Deine Nähe beruhigt, auch wenn du schläfst.
Option 2: Körbchen neben dem Bett Viele Welpen kommen gut zurecht, wenn das Körbchen neben deinem Bett steht und du kurz die Hand hineinhängen kannst. So fühlt er sich weniger allein.
Was in den ersten Nächten normal ist:
Weck deinen Welpen lieber einmal zu oft als einmal zu wenig, um ihn nach draußen zu bringen. Dein Schlaf wird in den ersten zwei Wochen leiden — das ist kein Zufall, sondern Teil des Welpenalltags.
Grundlegendes Training beginnt vom ersten Tag an — aber nicht mit Befehlen. Es beginnt damit, wie du auf dein Welpen reagierst.
Warte mit anspruchsvolleren Trainingseinheiten, bis dein Welpe mindestens ein paar Tage angekommen ist und du seine Körpersprache ein wenig kennst. Eine Welpengruppe ab der 9.–10. Woche ist ideal — sie kombiniert Sozialisierung mit erstem strukturierten Training.
Den ersten Tierarztbesuch solltest du innerhalb der ersten ein bis zwei Wochen nach dem Einzug planen — nicht am ersten Tag, außer es gibt einen akuten Anlass.
Ein entspannter Tierarztbesuch früh im Leben legt den Grundstein dafür, dass dein Hund dort nie Angst entwickelt.
Was am ersten Tag passiert, prägt Gewohnheiten. Kein Stress, keine Ausnahmen "weil er ja neu ist" — denn was du jetzt erlaubst, erlaubst du auch morgen. Konsequenz bedeutet nicht Strenge, sondern Verlässlichkeit. Dein Welpe lernt durch Wiederholungen, was die Regeln sind.
Wenn du beim Einzug professionelle Begleitung suchst, findest du auf hundeschulen-finder.de Hundeschulen in deiner Nähe, die Welpenberatung und Welpengruppen anbieten — mit echten Bewertungen, damit du von Anfang an auf die richtige Schule setzen kannst.